Schnasti´s Spiele Webblog
Spiele-Blog, Tipps, Tricks und mehr
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Mai 16th
Desorientiert und voller Monsterhorden, welche wegen zu langem Diablo III spielen durch mein Hirn sausen, stolpere ich doch tatsächlich über den inoffiziellen Nachfolger von Titan Quest!? Aber der Reihe nach.
Aus Iron Lore Entertainment wird Crate Entertainment
Das Iron Lore Entertainment 2008 nach ihren ersten erfolgreichen Titel Titan Quest ihre Pforten schloss, weiß eigentlich jeder interessierte Hack´n-Slay-Fan. Als Gründe für die Schließung nannte Publisher THQ damals das böse Raubkopieren, schludrige Redakteure und unbeholfene Spieler, die nicht mit ihrem PC umgehen können. Doch ein Blick in einem Artikel auf der GameStar-Webseite spricht dagegen eine andere Sprache. So war das Entwickler-Team von Iron Lore schon fast am Werkeln an dem Nachfolger, und zwar an Titan Quest 2, als THQ kurzum dem Projekt eine Absage erteilte, da THQ ein plattformübergreifendes und nicht ein reines PC-Spiel haben wollte. Diesem Wunsch wollte Iron Lore natürlich nachgehen, erhielt aber auch hier kurz vor Beginn der Arbeiten eine Absage von THQ, was nun das endgültige Aus für das junge Entwickler-Team bedeutete. Der Grund für die Absage waren hierbei keine Raubkopierer, sondern eine weitere Übernahme der Aktiengesellschaft THQ, die ein Auge auf das Entwickler-Studio Big Huge Games geworfen hatte.
Iron Lore Entertainment fand nun für sein Projekt keinen neuen Publisher mehr, was die Schließung des Studios zufolge hatte. Am 18. Februar 2008 gab man jedoch schon bekannt, dass einige ehemalige Mitglieder ein neues, unabhängiges Entwicklerstudio namens Crate Entertainment gründeten.
Neues Projekt: Grim Dawn
Am 27. Juli 2009 ließ Crate Entertainment nun endlich die Hüllen fallen. Man habe die Lizenz an der Grafik-Engine von Titan Quest erworben, um ein neues Action-Rollenspiel-Projekt starten zu können. Im Jahr darauf, am 21. Januar 2010, kündigte Crate Entertainment den Namen des Projekts an: Grim Dawn soll der inoffizielle Nachfolger zu Titan Quest heißen.
Die Finanzierung: Crowdfunding
Als unabhängiges Entwicklerstudio hat man zwar viel Zeit, aber auch wenig Geld in der Hinterhand. Zeit kostet Geld und ohne Geldgeber kann dies, sollte es hart auf hart kommen, auch das Ende bedeuten. Eine hierfür interessante Finanzierungsmethode ist das unter alternativen Spielentwicklern beliebte Crowdfunding. Doch was ist Crowdfunding eigentlich?
Crowdfunding ist nichts weiter als eine Teilvorfinanzierung eines Projekts durch eine Community. So werden vorab Keys für Beta- und Vollversionen gegen einen bestimmten Geldbetrag vergeben. Die Entwickler von Grim Dawn vergeben ab einem Spendenwert von 18 US-Dollar eine downloadbare fertige Vollversion ohne DRM-Schutz. Die Aktion dauert jedoch nicht mehr sehr lange. Am Freitag den 18. Mai 2012 endet das Crowdfunding zu Grim Dawn. Der erhoffte Betrag der Entwickler ist heute schon längst überschritten. So waren als Ziel 280,000 Dollar angesetzt. Heute, vier Tage vor Schluss, sind schon 373,106 Dollar zusammengekommen.
Entwicklungsstand
Ein am 17. April 2012 veröffentlichtes Vorschau-Video zu der Okkultisten-Klasse, wird im Vorspann als Pre-Alpha-Version angegeben.
Charakterklassen und Skilltrees
In der Futurelist zu Grim Dawn ist die Rede von fünf verschiedenen Charakterklassen, die mit mehreren Skilltrees aufgewertet werden können, wobei durch das Erreichen von höheren Leveln mehr und mehr Fähigkeiten freigeschaltet werden. Screenshots auf der Entwickler-Seite zeigen außerdem, dass das Kombinieren von verschiedenen Skilltrees, ähnlich wie in Titan Quest, bestimmte Unterklassen erzeugt. Die Maximalstufe ist 75. Mit herunterladbaren Inhalten sollen ebenfalls weitere Klassen folgen.
Release und Fazit
Eine Pre-Alpha-Version bedeutet natürlich, dass sich das Spiel in einer frühen Anfangsphase der Entwicklung befindet, oder die Entwickler sich wirklich Zeit mit dem Spiel nehmen. Schon Titan Quest wurde bis ins kleinste Detail selbst gefertigt, wodurch ebenfalls eine lange Produktionsdauer entstand. Deshalb wird das fertige Spiel noch eine Weile auf sich warten lassen. Einige Spielwebseiten geben das Jahr 2012 an, andere reden von Ende 2013. Ich denke, dass hier noch lange keine klare Aussage getätigt werden kann, weshalb auch ein Fazit eigentlich sehr unangebracht ist.
Gespannt sein dürfen wir trotzdem. Denn Titan Quest war ein Spiel, wo man sah, dass die Entwickler sich richtig ins Zeug gelegt haben. Mit Grim Dawn wird das sicherlich, und vor allem mit einem freien, unabhängigen Entwickler-Studio, nicht anders!
Screenshots
Screenshots und weitere Videos zu Grim Dawn findet ihr auf der Entwickler-Seite - KLICK
Mai 15th
Eigentlich war ich nicht wirklich begeistert von der Diablo 3 Beta. Auch gestern war der Drang nach diesem Spiel nicht wirklich groß. Aber heute, zum Release von Diablo 3, überkam mich ein fast magischer Trieb, der mir ständig zuflüsterte, ich solle mir doch Diablo 3 kaufen. Ein wahrliches Tauziehen zwischen dem teuflischen und engelhaften Verstand, wobei noch nicht wirklich sicher ist, wer dabei das Gute und Böse darstellte, flammte in mir auf. Am Ende war ich meine letzten Kröten los. :)
In der Verpackung lagen neben der Anleitung noch zwei Gästepässe zu Diablo 3. Diese Probeversionen enthalten einen Key, mit dem ihr Diablo III eine gewisse Zeit lang anspielen könnt!
So gehts!
Derjenige, der mir hier in diesem Beitrag den dritten und zwölften Kommentar hinterlässt, erhält einen von zwei Keys zur Diablo-III-Probeversion, die ich bei Abschluss der Verlosung per E-Mail an den Gewinner versenden werde.
Die Verlosung funktioniert so: Ihr gebt irgendeinen Kommentar ab, wobei dieser nicht sofort von mir freigeschaltet wird. Niemand weiß also, wie viele Kommentare schon abgeben wurden! Nach 20 abgegebenen Kommentaren ist die Verlosung vorbei und ich gebe die Gewinner durch das freischalten aller Kommentare bekannt. (Vergesst nicht, eine gültige E-Mail in dem Kommentar mit anzugeben, die wenn erwünscht nicht mit freigeschaltet wird!) Die Aktivierung der Probeversion funktioniert wie folgt:
Aktivierung
Diablo3.com/guest besuchen
Battle.Net-Account erstellen oder einloggen
Probeversionscode eingeben
Spielclient herunterladen
Umfang
Ab dem Verkaufstag spielbar
Bis Ende des ersten Akts spielbar
Maximallevel 13
Alle Klassen der Release-Version wählbar
Eingeschränkte Funktionen im Vergleich zur Vollversion
Update
Wer meint schlau zu sein und hier als einzelne Person doppelte Kommentare mit verschieden Namen und E-Mails abgibt, sollte wissen, dass ich Alles sehe ;). Der erste Gewinner steht fest! Ein Key ist mit dem zwölften Kommentar noch zu holen!
Die Gewinner
Die Gewinner stehen fest! Kommentator Nr. 3, und somit Gewinner des ersten Keys, ist Patze! Der zweite Key geht an Kommentator Nr. 12 Dennis Kanz! Viel Spaß damit!
Mai 14th
Kauf ich es mir, oder kauf ich es mir nicht? Schaut man sich die lokalen Preise zu Diablo III in einer etwas kleineren Stadt an, wo Saturn und Media Markt ein paar Kilometer weit weg sind und das Geld für die Fahrt dorthin noch nicht inbegriffen ist, dann lautet die Antwort ganz klar: Nein! Auch die downloadbare Version aus dem Battlenet ist mit 56 Euro nicht wirklich angemessen. CD-Keys für Diablo 3 schwirren ebenfalls um die 45-54 Euro im Netz herum, was bei dem Preis von 44 Euro der Standard-Edition in den Media Markt Filialen mehr als unverschämt erscheint. Aber es gibt auch gute Angebote!
Media Markt Berlin und andere Filialen: Diablo 3 Collectors Edition für 66 Euro – normale Standard-Edition für 44 Euro
Wohl das beste Angebot weit und breit. Für 44 Euro ist die Diablo 3 Standard-Edition ein wahres Schnäppchen. Auch die Collectors Edition scheint hier mit 66 Euro fast geschenkt, zumindest wenn man schon Preise jenseits der hundert Euromarke gesehen hat. (Nachtverkauf in einigen Filialen!)
Saturn: Diablo 3 Standard-Edition für 49,99 Euro
Das zweitbeste Angebot was ich zu Diablo 3 finden konnte. Als Abholpreis ist der Preis doch noch angemessen. (Nachtverkauf in einigen Filialen!)
Battlenet: Diablo III als digatialen Client für 44,99 Britische Pfund = 56 Euro
Für eine downloadbare Version, wo der Käufer nichts in den Händen hält, ist diese Version meiner Meinung einfach zu teuer. Sie steht in keiner Relation zu den Abholpreisen der Standard-Editionen anderer Verkäufer, wo der Käufer selbst noch etwas in den Händen hält!
Conrad Elektronik: Diablo 3 Standard-Edition für 54,95 Euro (inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versand)
Conrad Elektronik listet zwar Diablo 3 in seinem Online-Shop, gibt den Versandt aber erst ab 18. Mai 2012 an. Als Endpreis wären die 54,95 Euro noch angemessen, zuzüglich MwSt und Versandt wird das Ganze jedoch schon sehr teuer.
Amazon.de: Diablo 3 für 49,95 – merkwürdigerweise erst ab 24. Mai 2012 lieferbar. Über verschiedene andere Händler ab sofort für 65,90 Euro
Für die Standard-Edition sind 65,90 Euro ein wahrer Wucherpreis! Wahrscheinlich sind Amazon die Diablo 3 Produkte ausgegangen, weshalb die Nachfrage steigt und die Händler jetzt ihre Preise anziehen.
Diablo 3 CD-Keys
Wie erwähnt sind auch die CD-Keys zu Diablo 3 nicht wirklich günstig. mmoga.de gibt einen Preis von 54,99 € Euro an. Bei ebay fand ich den Anbieter gamekeysonline establishment, der CD-Keys für 46,99 Euro verkauft. Ein anderer Mitstreiter bei ebay ist buch.de internetstores AG, die CD-Keys für 49,95 Euro anbieten. Als angemessen kann ich auch diese Angebote nicht bezeichnen. Dennoch sind diese immer noch angemessener, als der Diablo-III-Client im BattleNet.
Die Preise zu Diablo III werden weiter steigen
Die große Nachfrage nach Diablo 3 wird die Preise weiter anschwellen lassen. Der Sturm wird sich wohl erst Morgen legen, nachdem die jeweiligen Filialen der Elektronikmärkte gestürmt wurden.
Update
Medimax verkauft die normale Version von Diablo III für 54,99 Euro. Zwar nicht billig, aber im Rahmen der jeweiligen anderen Angebote angemessen.
Mai 14th
So wie die Webseite callofdutyseries.de berichtet, soll der Entwickler zu COD: Black Ops 2 ein Auge auf einen Vorschlag zum Messersystem eines bekannten Kniferunners namens onlyUSEmeBLADE geworfen haben. So steht nun das Gerücht im Raum, dass mit Call of Duty: Black Ops 2 das Messern überarbeitet wird und One-Hit-Kills voraussichtlich nicht mehr möglich sein werden. Ob es wirklich zu einer Überarbeitung des Messersystems in CoD: BO 2 kommt, steht jedoch in den Sternen.
Der gefürchtete Messermann
Messermänner sind in der CoD-Reihe spätestens seit CoD: Modern Warfare 2 gehasst und gefürchtet zugleich. Mit überaus mungoartigen Reflexen fegt diese Spezialklasse durch die Maps von CoD und nimmt dabei so manchen selbsternannten Pro-Elite-Gamer aufs Korn. Jene sind es dann auch, die überaus gereizt reagieren und denjenigen als Noob beschimpfen, der ihnen lautlos ein Messer zwischen die Rippen steckte. Oft verkraften solche Pro-Noob-Elite-Gamer diese Tortour nicht und verlassen verzweifelt den Server.
Die Kritik ist dennoch berechtigt!
Doch natürlich ist die Kritik an den One-Hit-Kills mit dem Messer auch berechtigt. Zu unausgeglichen wirkt das Gameplay in diesem Bereich. So werden manchmal halbe Hechtsprünge bis zum Gegner vollzogen, sobald die Melee-Attacke aktiviert wurde. Auf der einen Seite gilt jedes Körperteil, was mit dem Messer getroffen wird, als tödlich, auf der anderen Seite gibt es Situationen, in dem aus nächster Entfernung das Messer einfach nicht wirkt. Ein weiterer Kritikpunkt ist der, dass wenn ein Spieler einen ankommenden Messermann beschießt, wobei sogar eine Trefferanzeige erfolgt, dieser aber trotzdem einen Messerkill erreicht. In der Killcam ist dann von den Treffern nichts mehr zu sehen. Und genau hier sollten die Entwickler ansetzen!
Das Entfernen des One-Hit-Messer-Kills wäre fatal
In einem so schnellen Shooter wie CoD wäre eine Änderung der Trefferanzahl, die benötigt wird um einen Gegner mit dem Messer zu killen, äußerst fatal. Selbst eine Aufteilung in Trefferzonen wie in Battlefield 3 würde den Spielspaß enorm mindern, da die Größe der Maps und der Spielfluss dies einfach nicht hergeben. Ein Blick in CS: Source zeigt ebenfalls, dass mehrere Treffer mit dem Messer äußerst sinnfrei sind, außer der Gegner hat schon eine so niedrige Punktzahl an Leben, dass vielleicht zufällig ein Kill mit dem Messer zustande kommt. Aber sind wir ehrlich: Wer hat in CS:Source schon einen Gegner mit dem Messer erledigt?
Ein ordentliches Balancing fände ich hier angebrachter, obwohl dies durch die ungenaue Konsolensteuerung der XBox 360 wohl nur ein Wunschtraum bleiben wird.
Mai 13th
Die Veröffentlichung des "Spiel des Jahres" steht kurz bevor. Am 15. Mai 2012 um 0.01 Uhr Mitteleuropäischer Zeit werden die Diablo-III-Server hochgefahren. Sowie kleine Gören einem Boy-Group-Konzert entgegen fiebern, wobei vorher die Nächte durch seicht benetzte Unterhöschen und zu viel Adrenalin im Blut schlaflos bleiben, so ergeht es auch der männlichen Diablo-Fan-Gemeinde in diesen Tagen.
Nicht nur Frauen können hysterisch und kreischend etwas entgegen jubeln. Ein Blick in diverse Diablo-3-Foren zeigt, dass Männer dem weiblichen Geschlecht in nichts nachstehen. So vertreiben sich beispielsweise männliche Diablo-Fans ihre Zeit damit, indem sie merkwürdige Beiträge verfassen, wo sich ein Außenstehender fragt, ob diese Mimosen noch ganz bei Sinnen sind. So wird doch nicht allen Ernstes im BattleNetForum zu Diablo III gefragt, ob die bestellte Ware schon das Versandhaus verlassen hat und ob andere Forenmitglieder schon eine Versandbestätigung ihrer Bestellung erhalten haben!? Dazu gesellt sich die nächste Merkwürdigkeit. Dieser Eintrag ist so angesagt, dass dieser schon sage und schreibe 20 Seiten lang ist!? Genau das hat etwas von: Du, Heide, sieht mein Po in dieser Hose etwa dick aus?“.
Dabei scheint, zumindest wer Diablo II und die Diablo III Beta ausgiebig gespielt hat, keine wirkliche Hysterie aufzukommen. Kein steiler Diablo-Boy-Group-Bengel kann mehr wirklich im 3. Teil individuell erstellt werden. Die Beta zu Diablo 3 erschien alles andere als hochwertig und gediegen, sondern eher mittelmäßig. Der Spieler hat eigentlich nichts weiter getan, als die Maustaste bis zur Vergasung zu schänden. Nach einem Level-Up passierte rein gar nichts mehr. Man suchte sich einen neuen Skill raus, falls freigeschaltet, und das war es dann auch schon. Entweder er war besser und wurde genutzt oder er war schlechter als der Vorgänger und flog wieder aus dem Slot heraus.
Natürlich war die Stimmung und das Setting gar nicht mal so schlecht. Aber jetzt mal im Ernst: wirklich atemberaubend um hysterisch zu werden war die Beta zu Diablo 3 nun wirklich nicht. Dieser künstliche Hype der Magazine scheint hier mehr zur Hysterie beizutragen als alles andere. Vielleicht sollte sich der kleine Boy-Groupie-Fan einmal vor Augen führen, dass er bald schon wieder einen neuen Star im Game-Universum anhimmeln wird. Wie die meisten Boygroups heutzutage, hält sich nämlich auch ein Spiel nicht mehr sehr lange in den Gamer-Köpfen, obwohl bei Blizzard in dieser Hinsicht die Chancen um Einigens besser stehen, als bei anderen Entwicklern! Ich drück der Boygroup Diablo III jedenfalls die Daumen!
Mai 11th
Manchmal übertreiben es Spielentwickler mit ihren absurden Aussagen, wenn es um die Implementierung von Neuigkeiten geht, welche natürlich des öfteren etwas mit Geldverdienen zu tun haben. So auch Game-Director Jay Wilson, der in einem Interview mit der Webseite mcvpacific.com behauptet, dass das Echtgeld-Auktionshaus in Diablo 3 nie mit dem Gedanken in Verbindung kam, dass damit Geld verdient werden soll.
Der eigentliche Grund für diesen Schritt sei nämlich, ganz im Gegenteil der geläufigen Meinung in der Community, dass Hardcore-Fans, welche Geld für Items ausgeben, vor Betrug geschützt werden sollen. Dabei kommen natürlich einige Fragen auf. Was für ein Betrug ist hier gemeint? Etwa der Preis eines Items oder die Nichtzustellung durch den Anbieter nach dem Kauf eines Items? Da in einem Auktionshaus Gegenstände ver- und ersteigert werden, wobei sicherlich ein Startpreis durch den Verkäufer festgesetzt werden kann, so dürfte Variante zwei, also der Betrug durch die Nichtzustellung der Ware nach der Auktion gemeint sein. Nur stellt sich hier wiederum die nächste Frage: Woran macht Mister Wilson diese Annahme fest?
Natürlich will Activision/Blizzard mit dem Echtgeld-Auktionshaus Geld verdienen
Zwar stellt Blizzard selbst keine Gegenstände zum Verkauf zur Verfügung, was man ihnen auch hoch anrechnen sollte, aber dennoch liegt hier das Hauptaugenmerk beim Geldverdienen. Der Absatz durch den Itemhandel war zu Hochzeiten von Diablo 2 sicherlich nicht klein. Diesen Markt gilt es zu vereinnahmen, um das daraus gewonnene Kapital mit in das Unternehmen einfließen zu lassen. Da das Spielprinzip sich in der Charakterentwicklung grundlegend geändert hat, liegt nun das Hauptaugenmerk der Spieler ebenfalls auf den Gegenständen, weshalb dieses Auktionshaus noch mehr in den Fokus rückt.
Ein Blick in die faq zum Echtgeld-Auktionshaus in Diablo 3 weißt ebenfalls auf eine Transaktionsgebühr hin, welche laut Jay Wilson sicherlich auch nur auf ein Plus-Minusgeschäft hinausläuft. ;)
Cheater: Wie will Blizzard das Cheaten in Diablo 3 verhindern?
Eine viel wichtigere Frage ist, wie Blizzard das Auktionshaus vor Cheatern und ercheateten Gegenständen schützen will. In Diablo 2 gab es in dieser Hinsicht eine Menge Tools, die beispielsweise die Droprate hinaufsetzte und somit den Zugang zu seltenen Gegenständen enorm vereinfachte. Sollte dies wieder funktionieren, dann wäre das Auktionshaus schnell voll mit hochwertigen Items und völlig nutzlos.
Mai 11th
Ein Blick in den Bilanzbericht des Unternehmens Activision/Blizzard zeigt, dass PC-Spiele weitaus weniger Umsatz generieren, als die Konsolen Xbox 360, WII und PS3. So beliefen sich die Einnahmen durch PC-Spiele gerade einmal auf 137 Millionen US-Dollar, wohingegen Microsofts Xbox 335 Millionen einbrachte. Die PS3 schaffte es auf 300 Millionen US-Dollar Umsatz. Nur die WII mit jeweils 50 Millionen und die PS2 mit 2 Millionen US-Dollar Umsatz liegen hinter dem PC.
Jedoch beläuft sich der Umsatz durch Einnahmen aus allen World of Warcraft-Produkten, einschließlich Abonnements, Expansion Packs, Lizenzgebühren und Call of Duty Elite Mitgliedschaften auf 256 Millionen US-Dollar, wobei hiermit die einzelnen Konsolen klar überboten werden. Dabei zeigt uns eben diese lukrative Geldquelle auf, weshalb immer mehr Spiele einen Online-Zwang erhalten.
Hat der böse Raubkopierer schuld?
Schuld sind laut vielen Spielentwicklern und Publishern ganz klar die Raubkopierer, weshalb der PC-Spiele-Markt immer weiter ausblutet. Der Creative Director bei THQ, Michael Fitch, äußerste damals als Grund für das im Jahr 2008 geschlossene Spielstudio Iron Lore Entertainment (Titan Quest) die vielen Raubkopien. Dabei erwähnte THQ, die als Publisher von Titan Quest dienten, natürlich nicht, dass Iron Lore durch ihre langwierige Produktionszeit enorm hohe Kosten verursachten. Hier könnte man ableiten, dass die eingeplante Gewinnsumme, trotz hoher Resonanz des Endprodukts, durch die hohen Produktionskosten niedriger ausfielen als erhofft. Gerade Aktiengesellschaften wie THQ benötigen Rendite, um ihre Aktionäre milde zu stimmen. Allein den Schwarzkopien die Schuld zu geben, finde ich hier etwas zu einfach.