Spiele und Satire Blog
Satire - Alles über unsere verkorkste Gesellschaft, Politik und Unsinn
Satire - Alles über unsere verkorkste Gesellschaft, Politik und Unsinn
Jan 25th
Mit Bravour hat man es wieder geschafft, von wichtigen politischen Themen auf die altbekannten Marotten hinzuweisen, um damit einen Klassenkampf der verschiedenen Lager und der Allgemeinheit auszulösen. Und es hat funktioniert! Die Foren um dieses Thema platzen aus allen Nähten und die Initiatoren, sozusagen der Verfassungsschutz selbst, reiben sich die Finger.
Nun, jetzt fragt man sich vielleicht, was der Verfassungsschutz damit am Hut hat. Dieser unterliegt bekanntlich dem Innenministerium, sodann dem Innenminister, Herrn Hans-Peter Friedrich, welcher der Partei CSU angehört. Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz ist Heinz Fromm, ein Mitglied der SPD. Zurückliegende Amtsinhaber gehörten größtenteils der CDU an.
Dabei stellt sich mir die Frage: Ein parteiischer Präsident, ebenfalls eine parteiische Aufsichtsbehörde, hat nun absolut gar nichts in dieser Institution zu suchen. Unabhängig sollte sie sein, da sonst der Verdacht der Willkür und der Durchsetzung von Parteiinteressen aufkommt. Das ist ein absolut undemokratisches Verhalten, was hier an den Tag gelegt wird. Es passt wieder einmal mehr in das Bild: „Bananenrepublik Deutschland“. Hier werden Parteien, ob zurecht oder unrecht spielt keine Rolle, von gegnerischen Parteien ausspioniert und angeprangert? Das ist Diktator pur, nichts weiter.
Was soll also so etwas? Weiß davon niemand etwas, oder warum herrscht darüber Stillschweigen? Überall Grölen und Nölen Sie über die bösen Rechten oder Linken herum, über böse Banken und ihre Machenschaften und darüber legt man einen Mantel des Schweigen? Das ist ebenso gefährlich und undemokratisch. Deswegen haben wir vielleicht diese ganzen Verfassungsgegner. Genau deswegen rotten sich vielleicht ein paar zusammen, da sie wissen, dass sie auf legalem Weg keine Chance haben, irgendetwas zu ändern. Unsere Regierung ist vielleicht selbst der Initiator solcher Gruppierungen, um von ihren eigenen Machenschaften abzulenken. Schon mal darüber nachgedacht, wie praktisch solche Gruppierungen für bestimmte Parteien sind? Würde der Verfassungsschutz auf die Idee kommen, CDU- oder SPD-Mitglieder zu observieren?
Auch hier gilt wieder zu Hinterfragen, wem das Alles dienlich und von Nutzen ist. Dabei stößt man immer wieder unweigerlich auf jene Parteien, welche sich mit der Machtausübung in Deutschland abwechseln. Ein weiterer Punkt trifft hier ebenfalls wieder zu: Man schreibt sich das auf die Fahne und hebt diese in den Himmel, obwohl man eigentlich dagegen ist. In diesem Falle steht in dem Logo des Bundesamtes für Verfassungsschutz: Demokratie wahren!
Jan 25th
Krieg ist was Feines. Und das nicht nur für die Geopolitik und Wirtschaft bestimmter Länder, sondern auch für das klein gehaltene Volk daheim vor dem Fernseher. Mit vorher inszenierten oder provozierten Konflikten sowie Verdummungskampagnen, wird gezielt ein Jubelpublikum für kriegerische Auseinandersetzungen geschaffen.
Was waren das für tolle Aufnahmen damals, als die US-Armee am 21.03.2003 um 19.00 Uhr unserer Zeit Bagdad angriff und die Bilder der Bombardierung der irakischen Hauptstadt Live in die heimischen Wohnzimmer übertragen wurden. Das war schön. Wie ein großes Feuerwerk, viel besser als diese kleinen Raketen, die zu Silvester lieblos, lautlos und ohne große Explosionen vom Boden aus in den Himmel geschossen werden, obwohl wir selbst denen jedes Jahr aufs Neue erstaunt zuschauen. Die Bomben der USA hatten es dagegen richtig in sich. Diese fielen von oben herab, machten richtig Lärm, kamen in liebevoller Absicht und erzeugten eine gigantische Explosion nach der anderen, welche den Nachthimmel und dessen Wolken über Bagdad tageshell aufleuchten ließen.
Wir, also die Menschen außerhalb der Kriegszone, schauten uns, wahrscheinlich mit einem Bier und Salzstangen in der Hand, dieses Szenario mit Begeisterung an. Dem Spiel mit dem Feuer können wir uns nicht entziehen. Man nehme sich nur ein brennendes Haus, es reicht sogar ein Lagerfeuer, oder wie erwähnt ein Feuerwerk, als Beispiel. Wie in Trance schauen wir dem Treiben der Flammen zu. Deren Anziehungskraft kann sich niemand entziehen. In Verbindung mit einer Explosion ist das Ganze noch imposanter und anziehender. Gut gemachte Feuerwerke fesseln die Menschen und sind eigentlich ein positives Geschehen, um etwas Gutes ausklingen zu lassen.
Spannend dazu ist, dass viele den Krieg verteufeln, ihn aber interessant finden. Dokumentationen, Kriegsfilme, Computerspiele und seit Anfang des 21. Jahrhundert auch Liveschaltungen zu Bombardements von Städten. Krieg ist ein gängiger Kassenschlager. Krieg lässt nicht nur die Rüstungsindustrie boomen und die Staatsschulden anschwellen, sondern auch die Unterhaltungsbranche. Krieg ist Unterhaltung und wird uns somit interessant gemacht. Wir müssen uns nur einmal die Frage stellen, wie viel Geld mit dem Thema Krieg verdient wird. Wie viel Geld hat man wohl mit Hitler uns seinen Feldzügen sowie Gräueltaten verdient? Erinnern wir uns nur an die Medal of Honor und an die Anfänge der Call of Duty Reihe, nicht zu vergessen Battlefield 1942. Das waren Kassenschlager, ebenso wie bekannte Filmgrößen wie Schindlers Liste, Der Untergang, Der Soldat James Rayn, die HBO-Reihe Band of Brothers, Der Pianist und nicht zu vergessen; Wolfgang Petersen´s Das Boot.
Das alles sind Unterhaltungs-, stellenweise sogar Spaßmacher. Ein Computerspiel spielen wir aus Spaß an der Freunde. Viele Produzenten und Kritiker weißen deswegen bei vielen Kriegsfilmen immer explizit darauf hin, dass dieser ja ein Antikriegsfilm sei. Ein Computerspiel mit kriegerischen Handlungen ist deswegen nicht gleich ein Killerspiel und seine Konsumenten Amokläufer. Das Spielen eines solchen Spiels kann nicht als Tötungsakt angesehen werden, weil der normale Spieler sich nicht freut weil er jemanden umgebracht hat, sondern einen Punkt, eine neue virtuelle Waffe freigespielt, eine besondere eigene Taktik erarbeitet hat oder einfach nur Schadenfroh ist, da er sich vorstellt, wie der vermeintliche Gegner jetzt seine Tastatur gegen die Wand wirft. Trotzdem wird damit der Krieg in einer gewissen Art relativiert.
Im Kern ist Krieg also faszinierend und schrecklich zugleich. Unmittelbar schrecklich, von Außerhalb faszinierend. Die Faszination kommt aber nicht von dem Leid den der Krieg mitbringt, sondern von der unterhaltsamen Darstellung der Kriege. Die Kriegsberichterstattung zeigt zwar oft das wahre Ausmaß, das Material wird jedoch für das Fernsehen gesellschaftlich korrekt zugeschnitten, bevor es ausgestrahlt wird. Oftmals ähneln dann Filme und Dokumentationen über Kriege ähnlich dem Zeichentrick Benjamin Blümchen. Keinen Inhalt, keine wirkliche Aussage, nur noch Bilder. Explosionen, Soldaten die ihre Waffe abfeuern, ein paar Leichen wo keine Verletzungen zu sehen sind, kaputte Panzer und einstürzende Häuser. Immer wieder die selben Bilder. Hier kann man nur sagen: Zeigt den Krieg so wie er war und ist! Gerade das Relativieren durch die Unterhaltungszensur, es sollen ja so viele Menschen wie möglich sehen, macht Krieg zu einem Kinderspielplatz. Und gerade weil am TV oder in Computerspielen sowieso schon die Realität verloren geht, sollte eben in der Darstellung darauf geachtet werden, dass es so real wie möglich dargestellt wird. Womöglich sollen gerade Kriegsfilme, Spiele sowieso nicht, gar nicht Abschrecken, so wie es immer behauptet wird. Würde dies wirklich passieren, würden sie viele gar nicht mehr sehen wollen und unsere Kriegstreiber hätten nicht mehr ganz so leichtes Spiel wie sonst.
Jan 23rd
Wenn ein Greise oder ein kleiner Junge auf die Straße geht und der Bevölkerung über ein Megafon den Weltuntergang für die nächsten paar Tage voraussagt, werden sich wenige Passanden finden, die diese Hiobsbotschaft glauben, selbst wenn der Vortragende handfeste Beweise vorlegen kann. Ein großer Teil wird wahrscheinlich mit einem Lächeln weiter gehen und binnen von Sekunden diese Botschaft vergessen haben.
Anders würde es jedoch aussehen, wenn eine etablierte Zeitung mit pompöser Aufmachung ebenfalls über dieses kommende Ereignis berichtet. Binnen von Stunden dürfte sich ein Großteil der Bevölkerung in Panik befinden, ohne das jedoch das Medium irgendeinen Beweis zu dem kommenden Weltuntergang vorlegt hat. Nur warum ist das so?
Seit wir denken können, wenn man es so nennen kann, dienen Zeitungen und Medien als einzige Informationsquelle. Zeitungen und selbst neue Medien sind die Übermittler von Geschehnissen aus allen Kategorien des Lebens, ob aus dem Aus- oder Inland. Sie gelten seit jeher als seriös, unabhängig und investigativ. Die Presse gilt ebenfalls als vierte, bei manchen sogar als erste Gewalt in der Hierarchie dieser hier in der Bundesrepublik vorherrschenden repräsentativen Demokratie. Somit ist das Organ in den Augen der Bevölkerung ein wahrhaftiger Thronanwärter. Selbst das gesprochene Wort des Bundeskanzlers wird erst durch die Medien wirksam. Die Medien sind damit unser drittes Auge, welches jedoch im Gegensatz zu unseren natürlichen Augen ferngesteuert wird.
Über unser drittes Auge bekommen wir täglich jede Menge vorgefertigte Bilder und Texte vorgesetzt. Wir empfinden diese als real, wo wir nun schlagartig bei dem großen Problem gelandet sind, dem unsere Bevölkerung täglich ausgesetzt wird. Bilder sagen mehr als tausend Worte, heißt die Devise im Journalismus. Ohne Bilder ist ein Artikel nichts wert. Lesen ist anstrengend und wenn ein Bild mehr als tausend Worte sagt, wozu dann überhaupt noch lesen? Doch wenn nur Bilder das Sagen haben, dann haben wir ein großes Problem. Bilder zeigen einen kurzen Moment und kein fortlaufendes Szenario. Ein Bild kennt nicht die Gedanken des gezeigten Menschen und warum er so handelt. Deshalb sind Menschen mit erhobenen Waffen bösartiges Gesindel, das auf Mord und Totschlag aus ist. Freizügige Damen werden oft mit Prostituierten in Verbindung gebracht und Menschen mit Bierflaschen und Zigaretten in der Hand als Schmarotzer abgetan. Personen in Anzügen als geldgierige Finanzhaie oder Versicherungsvertreter und so weiter und sofort. Zudem sind Bilder beliebig manipulierbar.
Dazu bedarf es nicht einmal Text. Diese Vorurteile sind so festgefahren in unseren Köpfen, weil sie ständig von der vierten Gewalt kommentarlos wiederholt werden. Ein Artikel über den Krieg in Afghanistan, vom Thema unabhängig, zeigt selten ein Bild unserer eigenen Streitkräfte, oder unserer Verbündeten, in kriegerischen Posen. Stets sind es die Gegner, welche als euphorische, mordlustige und fanatische Waffennarren in kriegerischen Posen gezeigt werden. Der deutsche und amerikanische Soldat wurde stets als Sicherungsstatue mit vor dem Körper nach unten gehaltener Waffe, ruhig und gelassen, oder beim Training, dargestellt. Dazu stets die Gedenkfeiern der gefallenen Soldaten, womit schnell klar ist, wer hier das Schreckgespenst und wer der Ghostbuster ist. Auf der anderen Seite sieht es sicherlich nicht besser aus.
Doch diese Vorgehensweise ist gefährlich. Sie kann sehr gut dafür benutzt werden, um politische sowie gesellschaftliche Ansichten so zu modellieren, bis bestimmte Institutionen und Menschen vom Rohdiamanten zum Brillanten bearbeitet wurden. Ein Mittel was nicht Frieden, sondern Krieg zwischen verschiedene, und sogar zwischen eigene Völker bringt.
Jan 22nd
Warum besorgen sich Menschen überhaupt Musik, Filme und Spiele illegal aus dem Internet? Viele sind der Meinung: Dort wo es etwas für umsonst gibt, greift der Mensch zu. Doch so einfach ist es nicht.
Unsere Industrie für Filme, Musik und Spiele, so wie die dazugehörigen Künstler haben eines noch nicht verstanden. Sie haben noch nicht verstanden, dass sie ausschließlich nur Müll produzieren. Müll, den sich kein normaler Mensch für viel Geld einmal ansieht oder anspielt. Bei Musik ist es etwas anderes. Dort sind Hörproben vorhanden und einzelne Song können ebenfalls erworben werden. Doch bei Filmen und Computerspielen sieht es doch oft so aus, dass das Spiel nur kurz angespielt und der Film nur einmal, wenn überhaupt, angesehen wird. Niemand wird in Erwägung ziehen, dieses Produkt zu konsumieren. Ein Trailer zu einem Film ist inszeniert und der gesamte Streifen kann somit nicht qualitativ eingeordnet werden. Demoversionen für Spiele sind abgeschafft und kein Konsument kann sich persönlich ein Bild von dem kommenden Produkt machen.
Zudem werden Computerspiele oftmals vor dem Spielen an den Käufer gebunden. So sind selbst qualitativ anspruchsvolle Spiele ihr Geld nicht wert, weil sie nicht weiterverkauft werden können, sollte der Spielspaß oder die Zeit verloren gehen. Keine Demoversionen und Zwang gängelt den Konsumenten geradewegs zum illegalen Handeln, obwohl ein Antesten meines Erachtens nichts Illegales darstellt. Ein gemaltes Bild schau ich mir vorher an und entscheide dann ob es mir gefällt. Ein gemaltes Bild, ohne einen Blick darauf zuwerfen, kann ich nicht beurteilen und gut finden. Das sollte endlich verstanden werden.
Bei Filmen ist es ähnlich. Fesche einminütige, inszenierte Trailer, die die besten Szenen zeigen, sagen nichts über den Inhalt aus, der in Hollywood und in vielen anderen Filmschmieden sowieso keine Rolle mehr spielt. Nur wer geht dann noch ins Kino, wenn ständig der Trailer eine Menge Spezialeffekte hergibt, aber von der Handlung her Popeye noch Bildungsfernsehen für Erwachsene darstellt? Es braucht sich doch keiner wundern, wenn nur noch solche Eintagsfliegen produziert werden, die absolut null mit geistigen, sondern eher mit geistfreien Eigentum zu tun haben, nicht konsumiert, sondern nur heruntergeladen werden. Das Problem dabei ist jedoch, dass wenn wirklich einmal etwas gescheites dazwischen ist, was immer seltener der Fall ist, auch nicht mehr legal erworben wird.
Jedoch sind die Eintagsfliegen gewollt. Ein Film oder ein Spiel was richtig reinhaut, immer wieder angesehen oder gespielt wird, verringert den Drang, ein neues Spiel oder einen neuen Film zu erwerben. Es ist ein System, um den Konsumenten in immer kürzer werdenden Abständen konsumieren zu lassen.
Jan 22nd
Es heißt ja immer, dass wir, oder mehrheitlich gesehen die westliche Welt, in einer sogenannten Demokratie lebt. Es klingt auch alles ganz toll und im mentalen Sinn ist dies auch so. Schaut man sich bestimmte Mechanismen jedoch etwas genauer an, ist die holde Stimmung auf Mitbestimmung und Mündigkeit ganz schnell vorbei.
Unsere sogenannte Demokratie ist wie ihre darin lebenden Bürger nur eine Marionette. Oder: Wie eine Fata Morgana – so nah und doch so fern. Es kann niemals eine Demokratie in einem System geben, welches sich auf nur eine einzige Aktion stützt und zwar der Vermehrung von Geld und Gütern. Alles was dem in den Weg kommt, ist falsch und unwichtig, links- oder rechtsradikal, altmodisch und nicht zeitgemäß. Der unmündige Bürger braucht sich nur seinen Alltag anzusehen. Er wird systematisch in vorgegebene Zeitabschnitte gepresst. Ob Angestellter oder Unternehmer ist dabei vollkommen egal. Ein Angestellter in einem Unternehmen, was wohl die Mehrheit betrifft, hat gleich null Mitspracherecht. Er hat das Auszuführen was ihm befohlen wird, oder er kann am gesellschaftlichen Leben nur noch eingeschränkt Teil haben.
Und natürlich fühlen sich viele in dieser Rolle des gesellschaftlichen Nichtsnutz dermaßen unwohl, dass sie alles tun, um diesen Geschehnissen zu entfliehen. Es wird ein psychischer Druck geschaffen durch Medien die geschaffen, der antidemokratische Züge aufweist. Und dies ist nur ein Beispiel von vielen. Folgt das Kind oder der Jugendliche nicht dem initiierten Trend irgendwelcher Marketingexperten, gehört er nicht dazu. Ebenfalls werden durch Medien Trends geschaffen, die unsere Freizeit bestimmen, um das System zu befriedigen. Jeder der denkt nach seinen eigenen Willen zu agieren, sollte sich fragen, wo er diesen Willen aufgeschnappt hat. Aus einer natürlichen Situation ist er selten entstanden. Mensch wird erst durch mediale Exzesse mit der Nase drauf gedrückt, selbst wenn er diese selbst nicht konsumiert.
Die Selbstbestimmung hat der im 21. Jahrhundert lebende Mensch schon lange hinter sich gebracht. Überall wird er bevormundet und dirigiert, ohne auch nur irgendetwas dagegen unternehmen zu können. Jeder kann den Test selbst machen. Wo und in welcher Hinsicht wird der normale Bürger nicht bevormundet, und wo hat er auch nur annähernd Mitspracherecht, um irgendetwas bewegen zu können? Wo führt das Individuum etwas aus, ohne das es vorher medial darauf aufmerksam gemacht wurde? Wir müssen uns fragen, ob wir in unserem Alltag noch Herr unserer eigenen Sinne und Handlungen sind. Meiner Meinung sind wir das nicht. Alles ist vorgegeben. Nichts wird wirklich dem Zufall überlassen, da dieser einem geradlinigen, mit nur einem Ziel ausgestatteten System gefährlich werden könnte.
„Sage mir welche Medien du konsumierst, und ich sage Dir, wer du bist....... Sobald die Rede von Demokratie ist, sollte man hinterfragen, ob sie auch mit dem wirtschaftlichen Ergebnis konform geht.“
Wenn eine Regierung die wirtschaftlichen Erfolge über die der Demokratie stellt, so ist es keine Demokratie mehr für die Allgemeinheit. Dann passiert nämlich genau das, was wir hier in unserem Land vorfinden. Eine Demokratie nur für Leistungsträger. Sozusagen für jene, die Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum schaffen. Dem hat sich alles andere ohne wenn und aber unterzuordnen. Und damit das funktioniert, muss eine psychische Diktator geschaffen werden, die die mentale Demokratie in den Schatten stellt. Systemkonformität, welche unabdingbar bei der Mehrheit der Bürger vorhanden sein muss, ist eine Diktator auf psychischer Ebene. Wir werden unseren eigenen Gedanken und natürlichen Sinne sowie Emotionen beraubt, ohne das wir davon etwas mitbekommen.
Das alles vereinfacht ausgedrückt: Wir haben hervorragende mentale demokratische sowie soziale Formen inne, welche jedoch durch psychische Manipulation moralisch infrage gestellt, hintergangen oder einfach nicht vermittelt werden, was zu einer Nichtinanspruchnahme dieser führt. Würden alle ihre Rechte in Anspruch nehmen, alle klaren Missstände angeprangert und wären Sanktionen wie Armut nicht zu befürchten, wäre ebenfalls dieses vorhandene System nicht im Stande zu existieren.
Jan 20th
Das passt wieder einmal wie die Faust auf das Auge. Pünktlich zu den Negativberichten über die Projekte Sopa und Pipa, welche in den USA im Internet gegen Internetpiraterie eingesetzt werden sollen, wird durch das FBI eben so ein Internetpirateriering hochgenommen, obwohl es äußerst fragwürdig ist, ob ein Filehoster überhaupt damit in Verbindung gebracht werden kann.
Denn im Internet schwirren unzählige Anbieter in gleicher Form herum, die sich als seriöse Filehoster ausgeben und mit besagtem illegalen Filehosting nichts am Hut haben wollen und auch rechtlich nicht belangt werden. Also was hat Herr Schmitz überhaupt falsch gemacht? Der Vorwurf des FBI´s lautet: organisierte Kriminalität und Geldwäsche. Jetzt steht wieder die Frage ins Haus, was ist mit den unzähligen anderen Filehostern, die nach dieser Anschuldigung ebenfalls organisierte Kriminalität betreiben müssten und wo das Ausfindig machen der Betreiber sicherlich, ebenso wie bei Kim Schmitz, kein Problem darstellen dürfte.
Das Herr Schmitz ein Schlitzohr ist, zumindest wurde er immer so dargestellt, ist bewusst und ganz unschuldig ist dieser sicherlich nicht. Doch irgendwie riecht es nach dem Messen von zweierlei Maß. Ein weiterer Gedanke der ins Haus steht, ist die Negativberichterstattung über die US-Projekte Sopa und Pipa. Eine passendere Aktion wie die Schließung von Megaupload und der Festnahme dessen Betreiber konnte dem Projekt gar nicht widerfahren. Eine passende Story, um der schlichten Masse zu vermitteln, wozu diese Projekte nützlich sind.
Eine weitere Theorie ist, da den Verhafteten noch Geldwäsche vorgeworfen wird und somit Steuergeld am Fiskus vorbei transferiert wurde, der Staat dadurch nicht mitverdiente und deshalb ein Fass auf machte. In der Beziehung kennen die Amis kein Pardon. Denn im Grunde sind Filehoster, solange sie brav ihre Steuern zahlen, eine gewisse Einnahmequelle. Sie schaffen zudem Arbeitsplätze und die Gelder, welche der „armen“ Film- Musik, und Spielindustrie durch illegales Filehosting durch die Lappen gehen, wird durch gigantische Werbeeinnahmen oder Steuerabgaben relativiert.
Jan 19th
In letzter Zeit bekommt der Feminismus des 21. Jahrhunderts mehr Kritik als ihm lieb zu scheinen mag. Und so wie es aussieht kommt die Kritik gerade von denen, die sich diesen Stempel haben aufdrücken lassen, denn sonst wäre der Aufschrei nicht so groß. Immer mehr angepasste Frauen wünschen sich nämlich einen Mann zurück, der richtig Eier in der Hose hat und auch mal in Sachen Liebe und Zärtlichkeit, wahrscheinlich noch in anderen Dingen, so richtig zulangt. Vor Kurzem erschienen in Der Zeit und im Spiegel Artikel, die den heutigen Mann als Warmduscher und Pseudoemanze darstellen und diesem somit abermals einen Stempel aufdrückten. Unbemerkt dessen wurde natürlich auch die heutige emanzipierte Frau wieder in eine Sparte gedrückt. Aufstrebend im Beruf will Frau alles erreichen. Nebenbei will Sie natürlich eine Familie gründen, was jedoch wegen dem Warmduscher der damals Mann genannt wurde, welcher nur noch mit der Frau befreundet sein möchte, nicht mehr funktioniert. Zudem sei der Mann von heute ein Kind gebliebenes, dummes Subjekt.
Und so etwas schreibt ein Mann! Christoph Scheuermann ist der Autor des angeblichen „Essay´s“ im Spiegel vom 14.1.2012. Dieser hat sich wahrscheinlich genau in dem wiedergefunden, was er da zusammen gekritzelt hat. Die Alice Schwarzer unter den Männern. Hätte es unter Satire oder Gesellschaftskritik gestanden, hätte Mann und Frau darüber lachen können. So jedoch dient der Artikel wieder nur dazu, erneut Klischees zu schaffen, die dann wieder mit solch einem Artikel enden und sich beide Geschlechter abermals an die Gurgel springen. Bei so viel Schwachsinn ist es kein Wunder, dass Beziehungen zwischen Mann und Frau nicht mehr funktionieren. Außerdem zeigen die vielen Kommentare vieler User, wie sie sich durch solch einem Einheitsbrei indoktrinieren lassen. Aufgesprungen auf den Zug der Emanzipation des 21. Jahrhunderts, ist plötzlich der Mann daran schuld, dass Beziehungen nicht mehr funktionieren. Auf der Seite der Warmduscher sagt man sich wahrscheinlich, dass die übertriebene Emanzipation der Frau die Schuld zu geben ist, wobei beide Seiten nicht unbedingt Unrecht haben, was jedoch auf die vorhergehenden Stigmatisierungen zurückzuführen ist.
Nur wem dient diese Affinität? Den Geschlechtern und dem Nachwuchs wohl kaum. Gerade durch solche unsäglichen Stigmatisierungen kommt es doch zu Spannungen. Die Geschlechter werden erst in einen Käfig eingepfercht und im Sinne ihrer Zweisamkeit durch das Einwerfen von stumpfsinnigen Phrasen, die vorherige stumpfsinnige Phrasen benötigen, auseinander getrieben. Somit ist ein ständiger Zwist vorbestimmt, und nicht zu vergessen, sogar gewollt. Stress in der Familie oder zwischen zusammen lebenden Partnern kommt doch vielen gelegen. Wer selbst wenn er von der stressigen Arbeit nach Hause kommt noch Probleme mit der Familie oder dem Partner zu bewältigen hat, bekommt seinen Kopf gar nicht mehr frei.
Vielleicht ist es am besten, wenn Frau und Mann.....nein halt, ich meine Mann und Frau, sich solchen Blödsinn entziehen und nicht danach Handeln, was Sie irgendwo in einer Zeitung gelesen oder in einem Interview gehört haben. Ich hab bis heute nicht verstanden, was daran schlimm sein soll, wenn Mann das Geld heranschafft und Frau den Haushalt bewältigt. Natürlich sollte dies auf beiderlei Verständnis passieren und wenn gewollt auch andersherum, oder sogar gemeinsam betrieben werden. Diese Konstellation wird jedoch so als abnormal und asozial (Hartz-IV) dargestellt, dass wir uns gar nicht wundern brauchen, warum immer weniger Kinder geboren werden, oder wenn sie geboren werden, ordentlich einen Klatsch im Hirn weg haben. Der Keil der zwischen beide Geschlechter getrieben wurde, macht sich nicht nur in deren Zusammenleben bemerkbar, sondern auch in der Erziehung der Kinder. Die Erziehung hat wiederum nicht das Individuum Mensch selbst mehr inne, sondern wird ebenso von initiierten Experten vorgeschrieben. Wenn beide Geschlechter täglich auf Arbeit rennen, sich nur der Karriere widmen, dann bleibt halt keine Zeit für ein liebevolles und verständnisvolles Miteinander, geschweige denn für Kinder, außer es hat mit der Karriere endlich geklappt und viele tolle neue technische Geräte erledigen die Erziehung des Kindes.