Der aufwendige und teure Werbespot des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks sollte eigentlich schon längere Zeit im deutschen Fernsehen zu sehen sein. Leider gingen viele Beschwerden aus der Bevölkerung ein, weil man den Werbespot in Verbindung mit dem Erdbeben in Haiti setzte. Diejenigen, die sich darüber beschwerten, haben wohl wenig begriffen, was man mit diesem Spot überhaupt zeigen möchte. Mit einem Erdbeben hat er nämlich wenig zu tun, obwohl der bloße Anblick des Films dies so aussehen lassen könnte. Mal abgesehen davon, dass der Sinn des Spots eigentlich klar sein sollte „Was wäre, wenn es das Handwerk nicht gäbe?“



Dem deutschen Handwerk geht es nämlich immer schlechter. Zum einen können sich immer weniger Menschen überhaupt einen qualitativ hochwertigen Handwerker leisten. Und wenn man wirklich mal einen braucht, dann wird kurzerhand der billigste, oder auch der Arbeitslose Handwerker von nebenan herangezogen.

Wählt man jedoch den billigsten, dann sollte man sich dabei im klaren sein, dass die Qualität sehr darunter leiden könnte. Entweder man erwischt den osteuropäischen Handwerker, der es nicht so genau nimmt mit seiner Arbeit, oder man erwischt den gestressten ausgebeuteten deutschen Handwerker, der gar keine Qualität mehr bringen kann, weil ihm sein Chef mit Zeitdruck und anderem Zeug im Nacken sitzt. Die Zahl auf dem Lohnzettel am Ende des Monats tut dabei sein übriges.

Auch hier wieder das Motto - „Geiz ist Geil, aber Geiz macht auch arm“

Schlagworte: handwerk, werbespot

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