Bereits im vergangenen Jahr präsentierte Alois Ruf einen Technologieträger mit dem er einen Porsche der nur mittels Elektromotor angetrieben wurde.
Der weltweit erste Elektro-911er auf Basis des Porsche 997 wurde von einem 204 PS starken E-Motor angetrieben, der maximal 650 Nm an das serienmäßige Sechsgangetriebe lieferte.
Jetzt, ein Jahr nach Veröffentlichung der Studie, stellt Ruf in Genf die Serienversion des eRuf der Öffentlichkeit vor.
Doch hat der eRuf Greenster mit der Studie nicht mehr viel gemeinsam.
Während die Studie sich noch nit mageren 204 PS zufrieden geben musste, liefert der E-Motor des Greensters, dank Unterstützung von Siemens, 362 PS.
Damit kann endlich auch mit einem Elektro-Porsche standesgemäßer Vortrieb genossen werden.
Der wahre Dampfhammer ist aber das Drehmoment des elektrischen Antriebes.
Enorme 950 Nm pressen die Insassen des eRuf Greenster in die Sitze.
Ein Automatikgetriebe mit nur zwei Gängen (vorwärts und rückwärts) sorgt für unterbrechungsfreien Vortrieb. Einfach aber genial.
Die momentane Übersetzung und die große Elastizität des Motors lassen den Greenster in knappen 5 s von 0-100 km/h schnellen.
Zugunsten der Bauteile und der Reichweite läuft der Elektro-Porsche elektronisch abgeriegelt maximal 250 km/h.
Im Greenster besteht der Energiespeicher (im Gegensatz zur Studie) aus modernsten Lithium-Ionen-Akkus von Zulieferer GAIA.
Die 400 V Akkus sind erstmals in einem Elektrofahrzeug mit einem bidirektionalen Netzanschluss ausgerüstet. Das bedeutet, dass der eRuf Greenster ohne Ladeelektronik auskommt und mit normalem Kraftstrom in nur einer Stunde wieder voll aufladen ist.
Die Reichweite erstreckt sich bis auf 250 km (320 km gegen Aufpreis mit großem Batteriepack).
Bei Bedarf kann der Greenster seine gespeicherte Energie auch wieder ins Netz zurückspeisen.
Ruf plant den Verkauf der Serienversion für 2010.
Allerdings steht schon jetzt fest, dass der grüne 911 Targa auf wenige Exemplare limitiert sein wird. Zu welchem Preis der Greenster veräußert wird, ist noch nicht bekannt.
Geplant ist auch, dass der eRUF Greenster mit einem Doppelmotorkonzept an den Start gehen soll.
Langsam bekommt der Tesla Roadster ernst zu nehmende Konkurenz. Und wiedermal spielt die heimische Industrie und das Know-How eine Schlüsselrolle. 
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